Stefan Feismann: Alphacoaster Kugelbahn

Eine außerordentlich interessante neue Bekanntschaft entwickelte sich aus einem Blogkommentar bei mir im September. Stefan Feismann gab mir einen Hinweis zu einer Kugelbahnmechanik aus Japan, woraus nach einem Telefonat mit Stefan mir eine Einladung zum Hofgut Feismann nach Darup im Münsterland angeboten wurde, die ich dankbar annahm. Als ich mit Ellen von Bremen nach Bonn zurückfuhr, machten wir eine Pause in Darup und waren hoch erstaunt über dieses gar nicht alltägliche Projekt einer Hofsanierung mit großen sozialen und kulturellen Angeboten für Dorf und Umland, und das alles in wenigen Jahren geschaffen durch Carolin und Stefan Feismann (siehe auch FB Gut Feismann)

Wie ich aber in dieser Begegnung voller Freude feststellen konnte, ist Stefan Feismann aktiv den mechanischen Künsten zugewandt und kannte meinen Blog schon seit Längerem. Eine Führung durch die Räume des Hofgutes ließ uns aus dem Staunen nicht mehr herauskommen, feinste Kinetik in Skulptur und Wandobjekten und schließlich der Alphacoaster , ein erstaunliches Erstlingswerk von Stefan,  das professionellen Arbeiten in Nichts nachsteht.

Stefan schrieb mir dazu : „Die Skulptur ist mein Erstlingswerk. Vor 7 Jahren entstand die Idee, welche am Anfang noch überhaupt keinen Rahmen hatte. Als gelernter Maschinenbauer haben mich technische Raffinessen und deren Umsetzung immer schon fasziniert. Ohne definiertes Ziel habe ich einfach herum probiert. Erst nach und nach wuchs eine Vision. Das fertige Objekt – jetzt, 7 Jahre später – ist mein Prototyp, mein Lernobjekt für zukünftige Skulpturen. Die verbauten Elemente habe ich parallel weiterentwickelt, so dass ich die nächsten Skulpturen unter optimierten Bedingungen erstellen kann, welche dann auch funktionell und ästhetisch noch besser miteinander harmonieren. Die Komponenten im Kugelbahnwerk „alphacoaster #1“ sind sorgsam abgestimmt. Manche Kugeln und Wege wiederholen sich häufig, andere werden nur etwa alle 8 Minuten angespielt. Es gibt auch bei längerer Betrachtung immer wieder Neues zu entdecken und Überraschungen zu erleben …aber das habt ihr ja selbst erlebt.

 Ungewöhnlich an meiner Arbeitsweise ist sicherlich der hohe planerische Aspekt. Komponenten sind von mir vorab entwickelt und getestet worden. So sind Laserformteile verbaut, aber auch handgemachte, unter Hitze geformte Kunststoffschalen. Es gibt geplante Kettenrektionen, einen spektakulären Kugelhub mit Glockenanschlag, Looping und Trampolin-Stunt. Ich glaube, ein solche Reichhaltigkeit kinetischer Raffinessen findet man selten in einer Kugelbahn verbaut. 

Ich habe mich für ein ungeschnittenes One-Take-Video entschieden. Die Vielfalt der unterschiedlichen Elemente kommt so am besten zur Geltung. Das Werk spricht für sich. Viel Spaß und Freude beim Anschauen. „

Nun, die Freude am Mechanischen ist naheliegend, Stefan Feismann ist von Hause aus Maschinenbauingenieur !

Ergänzung:   seit ein paar Tagen gibt es auch einen eigenen Youtubekanal.

 

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