Werner Nekes: Media Magica (6 DVD’s) jetzt über Youtube zugänglich

Mit großer  Freude sah ich diese großartige Dokumentation im Web frei zugänglich.  Darüberhinaus viel mehr Videolinks als früher, offenbar eine Folge der an drei deutsche Museen gegangene Nachlass des vor 9 Jahren verstorbenen Sammlers und Filmschaffenden.

Den Anfang machte ein Webfund vor paar Tagen aus Argentinien , ein 4–min-Ausschnitt aus Folge 5 ab 9.10 (siehe unten): https://www.youtube.com/watch?v=dyySoBEwkZ8

Folge 1 , Was geschah wirklich zwischen den Bildern?, Kinofilm, 1986, 80 min


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Folge 2: Durchsehekunst, 1996, 53 min


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Folge 3: Belebte Bilder , 1996, 53 min (ab 20.00 viel Blogrelevantes !)


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Folge 4, Vieltausendschau, 1896, 53 min


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Folge 5:  Bild – Raum,  1996, 53 min


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Folge 6: Wundertrommel, 1996, 53 min


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Die Numerierung weicht vom Youtuber ab, der den ersten (Kinofilm) nicht in seiner Reihe hat. Der Youtuber ist aus den USA. Diese Reihe gab es bei Nekes zunächst als VHS und dann später, 2004, als DVD. Ich habe mir damals bei Nekes die komplette Reihe gestattet für ca.180 Euro zu kaufen !

Bei der Vielzahl der dokumentierten Sammlungsstücke hat es WN leider nicht mehr geschafft, ein Contentverzeichnis mit min/sec-Angabe zu verfassen, sodaß man heute einen längeren Suchweg hat, um ein Objekt wiederzufinden. Ich denke aber, daß es das in Anbetracht dieser einmaligen Sammlung irgendwann in Zukunft noch geben wird.

Ich bin übrigens WN schon Mitte der 60’ger begegnet. Wir waren Kommilitonen an der Uni Bonn. Ich war Mitglied des studentischen Filmclubs und er leitete ihn. Dann trennten sich unsere Wege und nach ca. 20 Jahren sahen wir uns in der Premiere seines Filmes von 1986 im Bonner WOKI wieder. Wieder später forschte ich im Patentamt München und kehrte mit zwei dicken Kopienstapeln nach Bonn zurück. In den 90’ger und frühen Nullern hatte ich wieder Kontakt mit ihm, um uns auszutauschen. Mein Ehrgeiz war es, etwas zu finden, was er noch nicht kannte. Es folgten zwei Besuche in seinem Studio in Mülheim/Ruhr, die höchst anregend waren. Alles weitere kennt man aus den zahlreichen Artikeln und Reportagen über ihn.  Die TAZ schrieb einige Monate nach seinem Tod über einen Dokumentarfilm von Ulrike Pfeiffer „WN – Das Leben zwischen den Bildern“diesen Artikel: https://taz.de/Dokumentarfilm-ueber-Werner-Nekes/!5458869/

 

 

 

 

 

 

 

40 Jahre: „Foire Mécanique“ sculptures animées de Gilbert Peyre, film de Marc Alfieri,1986

Dieser französische 9-min-Kurzfilm, den ich hier schon vor fast 16 Jahren erwähnte, gehört zu meinen Alltime-Favoriten.

Der amerikanische Schriftsteller Dennis Cooper  zitiert den Text des französischen Kunstkritikers Gilbert Lascault: “The cosmos of Gilbert Peyre is at the same time a museum of Arts and Métiers, an engine room, a funfair, a music hall, an opera, a spectacle of conjurer or magician, a phantasmagoria, a ceremony, a liturgy, a cavalcade, a procession, a zoo, a circus, an orgy, a mechanical comedy, a comical apocalypse”.


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James Paterson, Kanada und seine Drahtkinetik

J.Paterson mit seiner Skulptur „Play makes you human“ (Foto vom Monitor, Video:  https://www.instagram.com/reels/DUtlvhiiUEs/)

Dank an Hildegard Tietz für den Tip !  Der kanadische Drahtkinetiker lebt mit seiner Familie in der Provinz von Ontario etwa 70 km nördlich von Toronto und hat ein Atelier in Hamilton ( siehe auch seine Webseite  https://www.jdpaterson.com/home)

Er scheint nach 20-jährigem Schaffen in seinem Land recht bekannt zu sein. Für mich jedoch ist es mehr Wimmelkinetik in recht mittelmäßiger Bilderbuchgraphik.  Er hat sein reichhaltiges oevre in Instagram und Youtube gespeichert. Eine 15-min-Doku ist auch erschienen:(bfresh.media)


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Leible-Drehorgel mit Figurenautomat im Museum Gengenbach

Im Museum Haus Löwenberg in Gengenbach bei Offenburg ist dieses wundervolle Opus des Hansjörg Leible zu erleben. Ich habe darüber vor Jahren berichtet, als ich noch nicht wußte, dass es im Gengenbacher Museum seine Heimstatt gefunden hatte. Diese Drehorgel von 1999 ist hier eingehender beschrieben: https://spikumech.de/hansjoerg-leible-drehorgel-mit-figurenautomat

Die Komposition auf der Orgel ist für ein solches Instrument sehr unüblich, bekommt man doch eine Musik mit lustigen Soundeffekten geboten, die entfernt an Spike Jones erinnert, für mich jedenfalls, der ich meine Aduleszenz in den 5o’ger Jahren hatte.


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Das Museum besitzt auch noch ein zweites Werk von Hansjörg Leible: den Knödelfresser-Automaten. Hier ein Monitorfoto aus dem Museum:

Und hier ein Facebookvideo davon:  https://www.facebook.com/watch/?v=260698302430046

 

 

 

Zweimal Ivan Black (UK)

Ich wies schon früher einige Male auf diesen Kinetikkünstler hin. Nun stellte ich aber fest, daß mehrere Videos inzwischen verloschen sind.

Deswegen hier zwei weitere Funde (Part 1 – 13.38,  Part 2 – 32.17):


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Lowtech Steindrechsler

Bewundernswert mit welchem Geschick und welcher Genauigkeit der Handwerker den Teller-Rohling herstellt – direkt aus dem Steinbruch gewonnen. Und nun richtet er sich die Drehbank ein, die eine zweite Person über einen Riemen in Drehung versetzt. Hier das Video des Prozesses:    https://www.facebook.com/reel/920968270668977

Leider ist über die Herkunft nichts weiter erwähnt.

 

 

 

Serpentinenkugelbahnen aus Japan

Der japanische Youtuber @marblerun.z spielte mit hunderten von Varianten an Kurzvideos, indem er HABA Holzbauteile in Serpentinenform zu langen Rampen verbaute mit entzückenden Effekten von Schlangenbildung der einzeln gestarteten Kugeln. Es gibt auch noch Plastikbauteile, oft in Trichterform, deren Herkunft jedoch nicht genannt wird.  https://www.youtube.com/shorts/gQ4eIsYn98k

(Foto vom Monitor)

Lisa Slater (UK), automata maker


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Ein 3.17-Portrait der englischen Künstlerin aus West-Yorkshire, gefilmt von Elena Bazu. Hier ihre gut gestaltete                                                       Webseite:   https://www.lisaslater.org.uk/                                                                       Instagram: https://www.instagram.com/automatamaker/                    Youtube: https://www.youtube.com/@TheAutomatamaker/videos

Einleitend schreibt sie auf ihrer Webseite:

„Welcome to my website. I make automata that reflect humour through simple movements. Each piece is unique responding with the materials to create a beautifully made original outcome. My inspirations include folk art and my love of animals.  Born in Yorkshire, I returned to teach Design Technology. I set up my Hebden Bridge studio in 2010 revisiting my early degree ideas from the BA Hons in Wood, Metal, Ceramics I studied at Manchester Metropolitan University.“

Am Ende des Videos zeigt sie ein Buch von Emanuel Hercik ; Folk Toys. Les jouets populaires , Artia Prag, 1951, das sie sehr inspiriert hat und sie liebt als Motif Tiere. Dieses Buch ist aber sehr selten geworden und wird heute antiquarisch um die 200 Euro gehandelt.

 

 

Carnevale Viareggio 2026

Wieder mal eine umwerfende Prächtigkeit, Größe und Vielfalt in der Animation, wie wir sie hier überhauptnicht erleben  können !  Es folgt eine dreieinhalbminütige Kurzfassung:


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Und hier ausführlicher , fast eine Stunde:


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Ich fragte mich wie diese Großfiguren angetrieben werden. Die KI von Google hatte folgende Antwort:

„Der Antrieb der mechanischen Großfiguren beim Karneval in Viareggio ist ein Meisterwerk der Ingenieurskunst, das traditionelle Mechanik mit moderner Technik kombiniert: Hydraulik und Pneumatik: Komplexe hydraulische Systeme ermöglichen es den bis zu 20 Meter hohen Figuren, flüssige Bewegungen wie Blinzeln, Tanzen oder das Heben von Gliedmaßen auszuführen. Verborgene Motoren: Die Animationen werden durch Elektromotoren gesteuert, die ihre Energie von leistungsstarken Generatoren beziehen, welche unsichtbar im Inneren der Wagenstrukturen verbaut sind. Leichtbauweise: Das Geheimnis der Beweglichkeit liegt im Material. Die Figuren bestehen aus Pappmaché (carta a calco), das extrem leicht ist und so die mechanische Belastung der Gelenke und Hebel minimiert. Manuelle Steuerung: Trotz der Automatisierung werden viele Bewegungen während des Umzugs von spezialisierten Technikern direkt an Bord der Wagen manuell feinjustiert, um auf das Publikum zu reagieren.“

Es ist also eine Mischbauweise aus hydraulischer und pneumatischer Steuerung und manueller Steuerung, beides von einem verborgenen Team im Inneren einer Großfigur  bespielt.  Das erinnert mich an die japanischen Karakuriwägen, in denen bei ihren Umzügen jeweils  ebenfalls ein verborgenes Team die sichtbaren Szenen über Hebel, Kurbeln und Seilzüge animiert. Ich besitze den Katalog einer Ausstellung im Londoner Barbican Center vor genau 40 Jahren:

„Karakuri Ningyo. An exhibition of ancient festival robots from Japan“

(Einige Auslandsangebote findet ihr im Meta-Antiquariat Eurobuch.de  zu durchaus akzeptablen Preisen)